K i n d e r h a u s   L ö w e n z a h n   e . V .

Kinderhaus Löwenzahn e. V.
Voerderstrasse 74
58135 Hagen Haspe
Tel: 02331-489790
kinderhaus-loewenzahn@arcor.de

Experimente mit Wasser in der Froschgruppe
Februar/März 2017

Die Zuckersonne

Um die Zuckersonne herzustellen, müssen die Kinder einen Zuckerwürfel mit Lebensmittelfarbe beträufeln und in die Mitte eines mit Wasser gefüllten Teller setzen. Der Zuckerwürfel löst sich im Wasser auf und die Farbe breitet sich strahlenförmig nach allen Seiten aus. Nun darf jedes Kind ein zweites Zuckerstück mit einer anderen Farbe dazu setzen und es entsteht eine zweite Sonne, deren Strahlen sich mit der ersten Sonne mischen. So wird aus Blau und Gelb = Grün und aus Rot und Blau = Lila.
Ordentlich umrühren macht Spaß und verstärkt den Effekt. Einen Zuckerwürfel kann man aber auch im Mund auflösen - Spucke besteht schließlich zum größten Teil aus Wasser. Dieser Versuch ist besonders beliebt und muss aus unerklärlichen Gründen mehrmals wiederholt werden!

Experimente mit Wasser in der Froschgruppe 2017
Experimente mit Wasser in der Froschgruppe 2017
Experimente mit Wasser in der Froschgruppe 2017

Wasser und Öl sind keine Freunde

Bringt man Öl und Wasser zusammen, sind sie bestrebt, sich immer wieder voneinander zu trennen. Wir füllen Wasser und Öl in ein kleines Schraubglas. Zur besseren Unterscheidung ist das Wasser mit Tinte grün gefärbt und das Öl mit Sudanrot (Pulver aus der Apotheke) rot. Jetzt wird das Glas ordentlich geschüttelt. Eine undefinierbare Farbe entsteht. Die Gläser werden wieder hingestellt und die Kinder warten ungeduldig. Langsam trennen sich Wasser und Öl. Das rote Öl schwimmt oben auf dem grünen Wasser. Jetzt wird das Glas auf den Kopf gestellt - das Öl schwimmt nach einer Weile wieder oben. Das Glas wird auf die Seite gelegt - das Öl schwimmt am Ende wieder oben. Egal, was wir machen, Wasser und Öl trennen sich immer wieder! Es kommt der Verdacht auf, dass es vielleicht an den gefärbten Flüssigkeiten liegt. Also wird das Experiment mit ungefärbten Öl und Wasser wiederholt - es geschieht das Gleiche wie vorher - Wasser und Öl wollen einfach keine Freunde sein.

Experimente mit Wasser in der Froschgruppe 2017
Experimente mit Wasser in der Froschgruppe 2017

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„Franz Frosch und die Stromzwerge“
April 2016

In den letzten Wochen wurde mit den größeren Kindern der Froschgruppe zum Thema Strom/Energie geforscht und experimentiert.

Es wurden Grundkenntnisse über das Phänomen „Strom“ erworben, z.B. dass Strom nur bestimmte Wege gehen kann und nur fließt, wenn das System geschlossen ist. Das heißt, er muss über einen Weg (das Stromkabel) immer wieder an seinen Ursprungsort (die Batterie) zurückkehren können.

Franz Frosch und die Stromzwerge 2016
Franz Frosch und die Stromzwerge 2016

Außerdem wurde die Bedeutung des Stroms im Alltag und als Energiequelle bewusst gemacht. Die Kinder haben erfahren, dass zur Stromherstellung erneuerbare Energien wie Wasserkraft, Sonnen- und Windenergie, aber auch Biogas (das erweckte größtes Interesse - aus Kuh-Kacke wird Gas-) und fossile Rohstoffe eingesetzt werden. Letztere kamen bei den Kindern gar nicht gut an, bekannt waren Umweltverschmutzung, öl verschmierte Seevögel und Robben, sowie giftige Luft.

Die Kinder wissen nun, dass Elektronen (unsere Stromzwerge) winzige, elektrisch geladene Teilchen sind, die sich schneller bewegen, als ein Mensch laufen kann. Das hat auch der Wettlauf „Wer ist schneller an der Lampe, Mensch oder Stromzwerge?“ bewiesen.

Der weitere Versuchsaufbau wurde in die Geschichte vom kleinen Forscher Franz Frosch eingebettet.

Franz Frosch und die Stromzwerge 2016
Franz Frosch und die Stromzwerge 2016

So gab es „Licht für die Froschhöhle“, zerstörte Stromkreise wurden mit „Strom leitenden“ Teilen repariert (u. A. mit Graphit aus einem Bleistift), es wurde eine „Alarmanlage“ für die Froschhöhle gebaut und eine „Morsestation“ für die Verständigung über den Froschteich. Franz Frosch konstruierte den „klingenden Draht“ und baute außerdem eine „Gurkenbatterie“. Er fischte seinen verlorenen Schlüssel mit einem selbstgebauten „Elektromagneten“ aus dem Gully und musste mit „Muskelkraft und Dynamo“ arbeiten, als die „Batterie leer und das Taschengeld zu Ende“ waren.

Im Freispiel haben die Kinder umweltfreundliche Alternativen zu elektrischen Geräten gesucht, z.B. Schneebesen statt Mixer, Kasperletheater statt Fernseher, Harke statt Laubsauger, zu Fuß gehen statt Auto.

Das Puppenhaus wurde verkabelt und beleuchtet und Bücher, Experimentier-Stromkasten und Spiele zum Thema Strom genutzt.

Viele Kinder haben ihre Vorstellung von „erneuerbaren Energien“ zu Papier gebracht.

Auf einem Elternabend dürfen die Eltern auf den Spuren ihrer Kinder wandeln und alle Experimente selber ausprobieren und mit dem beliebten „Stromkasten“ u. A. Stromkreise, Ampeln oder Propeller bauen.

Beate Lunau

Franz Frosch und die Stromzwerge 2016
Franz Frosch und die Stromzwerge 2016
Franz Frosch und die Stromzwerge 2016

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Kreis, Dreieck und Viereck- die Flöhe entdecken die Formen
Februar/ März 2016

Wir haben mit unseren Flohkindern in den letzten Wochen spielerisch die geometrischen Figuren, wie Kreis, Dreieck und Viereck kennengelernt.

Die Handpuppen, wie Polizist, Gretel und ein selbstgebastelter Roboter haben die Kinder besucht und ein paar Spiele mitbegleitet.

Zuerst besuchte uns der Polizist Herr Grunewald und sprach über seine Lieblingsfigur, den Kreis. Die Kinder stempelten mit den runden Stempeln eine Ampel und Smileys. Runde Spielzeuge, wie Bälle, Stecker in Kreisform und Kreisel wurden erkundet und die Eigenschaft - das Rollen- konnte sehr deutlich beobachtet und ausprobiert werden.

Dann besuchte uns Gretel mit ihrem dreieckigen, roten Kopftuch. Die bunten dreieckigen Steckerchen wurden von den Kindern ertastet, die Eigenschaft der spitzen Ecken gespürt und die Ecken gezählt: 1,2,3! Wir stempelten mit grüner Farbe Tannenbäume. Gretel hat das Lied: „Mein Tuch, das hat 3 Ecken“ mit uns gesungen.

Zum Schluss besucht uns der Roboter und zeigte seinen viereckigen Körper. Zusammen mit den Kindern baute er aus 10 Bausteinen einen Turm. Die Kinder bastelten ein buntes Haus und stempelten viereckige Fenster darauf.

Beim Turnen nutzten wir für Bewegungsspiele Matten in Form von Kreis, Dreieck und Viereck.

Formenprojekt 2016 Formenprojekt 2016
Formenprojekt 2016
Formenprojekt 2016

Formenprojekt 2016
Formenprojekt 2016

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Projekt: „Das himmelblaue T-Shirt“
Thema „Kleidung-Wertschätzung-Ressource“
Februar/März 2015

Name der Kindertagesstätte:
Elterninitiative Kinderhaus Löwenzahn e.V. in Hagen

Projekt beim WILA Wissenschaftsladen Bonn eingereicht von:
Beate Lunau

Projektidee:
Von der Baumwollpflanze zum T-Shirt

Projektkonzept und Ziele:
Die Kinder erhalten erste Einsichten in die Textilproduktion. Sie sehen, dass die Herstellung eines T-Shirts sehr aufwendig ist, in verschiedenen Ländern stattfindet und bis zu uns fast um die ganze Welt reist.

Sie erfahren auch, dass Kinderarbeit und Ausbeutung bei der Ernte und Verarbeitung an der Tagesordnung sind.

Die Kinder lernen u.a. Fair Trade Baumwolle kennen und damit eine Möglichkeit, Kinderarbeit entgegen zu wirken.

Sie werfen einen Blick auf die Ressourcenknappheit (unsere Ressourcen wie Wasser und Boden sind endlich) und sollen Wertschätzung und Bewusstseinsbildung mit dem eigenen Umgang mit Kleidung entwickeln (wie viele T-Shirts benötige ich wirklich?)

Der Blick für den Kauf von Kleidung aus fairer Produktion soll sensibilisiert werden.

Die Eltern werden in einem Brief über das Projekt informiert und um Mithilfe gebeten.

Die teilnehmende Kindergruppe:
19 Kinder im Alter von 3-6 Jahren, 11 größere Kinder davon intensiver

Projektverlauf:
  1. Angebot:
  2. Einführungsgespräch und Philosophieren „Was ist Kleidung und wofür benötigt der Mensch sie ?“. Die Kinder befühlen verschiedene Kleidungsstücke aus Wolle, Baumwolle, Seide, Leinen und Leder und ordnen sie Emblemen zu, aus denen sie hergestellt worden sind z.B. Tieren oder Pflanzen.

  3. Angebot:
  4. Bilderbuchbetrachtung: „das himmelblaue T-Shirt ...und wie es entsteht.“ Der Weg des T-Shirts wird auf einer großen Weltkarte mit roter Wolle markiert.

  5. Angebot:
  6. Ein 1,5m 2 „Baumwollfeld“ wird abgesteckt und mit selbstgestalteten und gekauften Baumwollpflanzen bestückt. Eine Gießkanne (symbolisch) mit 20.000 l gekennzeichnet stellt die Menge des benötigten Wassers für ein T-Shirt da. Das himmelblaue T-Shirt wird darüber gehängt. Anschließend wird Baumwollwatte befühlt. Auf Bildtafeln kann der Entwicklungszyklus/Anbau der Baumwollpflanze vertieft werden. Wir pflanzen selber Baumwollsamen ein und besprechen die weitere Pflege.

  7. Angebot:
  8. Jedes Kind bringt von zu Hause ein T-Shirt mit, zu dem es mit seinen Eltern das Blatt „Woher kommt mein T-Shirt?“ ausfüllt. Die T-Shirts und die Blätter werden nebeneinander auf eine Wäscheleine gehängt. Außerdem sollen die Kinder ihre T-Shirts im Schrank zählen (lassen).

  9. Angebot:
  10. Mit der Lupe untersuchen wir die Etiketten der T-Shirts um herauszufinden, woher sie kommen (made in…) und markieren die Orte auf unserer Weltkarte mit bunten Klebepunkten.

  11. Angebot:
  12. Wir basteln Anziehpuppen aus Pappe mit den Gesichtern der Kinder (zuvor fotografiert) und stellen verschiedene Kleidung dafür her.

  13. Angebot:
  14. Wir sehen uns verschiedene Gütesiegel an, suchen Gegenstände auf denen sie zu finden sind und besprechen vertiefend, was sie bedeuten. Z.B. Fair-Trade, green cotton, global organic, blauer Engel. Was passiert, wenn wir viele Produkte mit/ohne Umweltsiegel kaufen?

  15. Angebot:
  16. Batikaktion: Jedes Kind bringt ein weißes T-Shirt aus 100% Baumwolle mit und darf sich eine Farbe zum Färben aussuchen.

  17. Angebot:
  18. Gemeinsam mit ihrer Erzieherin bereiten die Kinder eine Ausstellung für ihre Eltern vor, wo sie ihre Erfahrungen über Herstellung eines T-Shirts anschaulich weiter geben können.
    Anschließend findet eine kleine Modenschau statt, auf der die selbstgebatikten T-Shirts auf dem Laufsteg präsentiert werden.

  19. Angebot:
  20. Besuch des AllerWeltHaus in Hagen

Bücher:

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In der Flohgruppe „tanzen“ die Farben!
Farbenprojekt vom 26.01. bis 06.03.2015

In den Tagen vorm Projekt haben die Kinder begeistert mit Wasserfarben gemalt. Bunte Bilder sind entstanden. Die Kinder waren sehr offen, neugierig und hatten Spaß am Farbenspiel, am Malen mit Wasserfarben. Deshalb haben die Mitarbeiter der Flohgruppe gedacht, dass ein Farbenprojekt genau das Richtige ist!

Unser Projekt FARBEN begann am 26.01.2015!

Farben haben für den Menschen große Bedeutung, es sind Energien, die in positiver und negativer Weise auf uns einwirken, ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht. Zu allen Zeiten und in allen Kulturen wurden den Farben symbolische Bedeutungen zugesprochen: Zum Beispiel Schwarz für die Trauer, Blau für den Himmel, Rot für das Feuer und die Liebe, Grün für die Hoffnung und die Natur. Aus eigenen Erfahrungen kennen wir die aufhellende oder bedrückende Wirkung mancher Farben auf die jeweilige Stimmungslage. Der Umgang mit Farben auf Bildern oder Plastiken ermöglicht Kindern einen direkten Zugang zu ihrer inneren Gefühls- und Erlebniswelt. Das bewusste Aufgreifen und Gestalten mit nur einer Farbe bedeutet, die Farbe zu erleben, sie sich vorzustellen und die eigenen Gefühle, die die Farbe hervorruft zu erfassen. Alles um uns herum hat eine Farbe. Wir sehen nicht nur eine einzige Farbe, sondern viele Farben auf einmal. Deshalb nehmen wir einzelne Farben oft gar nicht richtig und bewusst wahr. Wir wollten genau hinschauen und einzelne Farben beim Namen nennen. Wir beschränkten uns dabei zunächst auf rot, blau, gelb und grün.

Somit begann die ROTE WOCHE, es folgte die BLAUE, die GELBE und die GRÜNE WOCHE. Zum Abschluss gab es dann noch die BUNTEN TAGE.

Farbenprojekt 2015
Farbenprojekt 2015
Farbenprojekt 2015
Farbenprojekt 2015

Die Eltern unserer Unter -Dreijährigen haben uns in diesen Wochen mit Spenden von Servietten, Kerzen und Luftballons in der entsprechenden Farbe unterstützt. Die Kinder haben sich mit uns sogar dementsprechend gekleidet und war dies nicht möglich, dann zierte mal ein rotes Herzchen mal ein blauer Punkt das Gesicht des ein oder anderen.

Alle pädagogischen Mitarbeiter waren gespannt. Wie würden die Jüngsten des Kinderhauses mitmachen? Aber da brauchten wir uns keine Sorgen machen. Alle Kinder haben nach ihren Möglichkeiten die Farben und Materialien genutzt/ erforscht. Es sind schöne Bilder entstanden. Bei den Zauberbildern haben alle nicht schlecht über die individuellen Ergebnisse gestaunt. (Klappbilder mit Fingerfarben)

Farbenprojekt 2015
Farbenprojekt 2015

Wir haben Löffelpuppen gebastelt und bekamen in jeder Woche „Besuch“ von einer Handpuppe. In der roten Woche kam Gretel. Ihre Lieblingsfarbe ist unschwer zu erkennen- ROT. Sie war neugierig was die Kinder alles mit der Farbe ROT gemacht haben. Gemeinsam sind Gretel und die Kinder auf die Suche nach roten Dingen im Kinderhaus gegangen. Diese wurden fotografiert und am nächsten Tag auf einen großen roten Bogen Papier geklebt. Das haben wir in jeder Woche mit der entsprechenden Farbe getan. Nur war der Begleiter jeweils ein anderer.
In der blauen Woche kam „Der blaue Dino“, in der gelben Woche der Kobold „Gelbi“ und in der grünen Woche hüpfte Alfredo Frosch an die Seite der Kinder. Die Handpuppen wurden von den Kindern herzlich angenommen, mit ihnen wurde auch gemeinsam getanzt und gesungen.

Farbenprojekt 2015
Farbenprojekt 2015

In jeder Farbenwoche gab es dann auch noch selbstgemachte Knete. Mit diesem weichen Material zu kneten, Formen entstehen zu lassen waren sehr intensive Sinneserfahrungen. Einige Kinder konnten sich gar nicht von der verlockenden Knete lösen...manch eine Mama oder ein Papa mussten ihr Kind noch kneten lassen bevor es mit nach Hause gehen wollte.

Den Abschluss des Projektes bildeten die bunten Tage. Wieder alle Farben zur Verfügung zu haben und bunte Bilder zu gestalten brachte allen viel Freude.

Was wir alles in diesen Wochen erlebt, gelernt erfahren hatten, wollten wir in einer Ausstellung zeigen.
So wurden alle Eltern, Großeltern, Freunde und und und am 06. März 2015 mittags eingeladen.
Es konnten nicht nur die Bilder und Bastelergebnisse bestaunt werden, es konnte auch aktiv mit bunter Knete und Farbe agiert werden. Der Spaß war Groß und Klein anzusehen! Leckereien in verschiedensten Farben haben ebenfalls großen Anklang gefunden.

Farbenprojekt 2015
Farbenprojekt 2015

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Trommelprojekt 2013/2014

Nach der Anschaffung vieler Djembe-Trommeln haben erst unsere Vorschulkinder an einem rhythmisch-musikalischen Projekt teilgenommen. Nach und nach kamen alle Froschkinder und die älteren Flohkinder dazu.
Unser Thema: „Afrikanische Musik“.

Zuerst haben die Kinder die Djembe-Trommeln betrachtet und nach unterschiedlichen Klängen ausprobiert: laut und leise, schnell und langsam, lange und kurz... Dann mit einem Finger, mit 2, mit 3, mit 4 Fingern und mit der flachen Hand. Mal wurde auf die Mitte der Trommel, mal am Rand geschlagen. Die Kinder trommelten mit einer Hand oder mit beiden Händen gleichzeitig oder abwechselnd. Das selbständige Erforschen der Djembe hat den Kindern unheimlich Spaß gemacht. Die Kinder untersuchten die Trommel von oben bis unten, schauten ins Trommelloch, setzten sich drauf... Alle waren begeistert und wollten noch mal mehr trommeln.

Unsere Trommelgruppe hat sich 2-mal im Monat in unserem Turnraum getroffen und wir haben ca. eine halbe Stunde viel Neues zusammen gelernt.

Trommelprojekt 2014
Trommelprojekt 2014

Anfangs haben wir eine einfache Schlagtechnik kennengelernt. Die Vorschulkinder beherrschten den Rhythmus sehr schnell. Die jüngeren Kinder schauten es von uns und den Vorschulkindern ab und machten alles mit voller Power nach eigenem Körpergefühl mit.

   1mal die linke Hand auf die Mitte

   1mal die rechte Hand auf die Mitte

   1mal die beide Hände gleichzeitig mit flacher Hand auf die Mitte vom Trommelfell

   A-             tem-           los!

   Schritt-    Schritt-       Stehen bleiben

Nach dem wir den Rhythmus gut verinnerlich hatten, teilten wir uns in zwei Gruppen auf: Trommel- und Tanzgruppe „Tausendfüßler“. Die Trommelgruppe gab den Rhythmus an: erst ganz langsam und dann immer schneller werdend. Die „Tausendfüßler“ bewegten sich dementsprechend. Letztendlich kamen jedes Mal zum Schluss die Füße der Tanzende durcheinander. Alle lachten, weil das sehr lustig war.

Für das „Vogellied“ bastelte jedes Kind Vogelflügel aus Krepppapier. Für dieses Lied haben wir einen neuen Rhythmus kennengelernt:

Ich bin Klas- se!

Du bist Klas- se!

Wir sind Klas- se!

◼  die Hand auf die Mitte   ◼  Die Finger, außer Daumen, am Rand

Dann haben wir langsam den Text gesungen:

„Kana kankunda, kale pupuka (2-mal)

Notukowe tuleyenda (2-mal)“.

Trommelprojekt 2014
Trommelprojekt 2014

Nach langem Proben konnten wir unseren neuen Rhythmus des Vogelliedes zusammen singen und trommeln. Anschließend tanzten wir noch dazu den Vogeltanz. Alle Kinder wollten unbedingt mittanzen. Den Wunsch konnten wir auch erfüllen!
Die Unter- Dreijährigen anfingen zu tanzten und während des Liedes kamen die älteren Kinder dazu. Als Letzte schlossen sich die Vorschulkinder an, sie beherrschten den Trommelrhythmus sehr gut.

Das Lied „Wir sind Kinder dieser Welt“ passte sehr gut zu unserem Jubiläum „15 Jahre Kinderhaus“. Das Lied animierte durch die passenden Bewegungen zum Mitmachen: „wir sind Kinder dieser Welt und trommelten, stampfen, klatschen, pfeifen, und schreien wie es uns gefällt“! Die Stimmung steigerte sich im Liedverlauf und spätestens beim „Schreien“ entstand eine ausgelassene Atmosphäre.

Noch ein Lied, das den Kindern sehr gefiel ist ein Quatschlied „Zimbole“.

Dieses Bewegungslied lies unseren eigenen Körper Akustik- Instrument sein: wir stampften, patschten auf die Oberschenkel und den Brustkorb und sprangen in die Höhe. Das Ganze in schnellem Tempo und mit mehreren Wiederholungen- Wer das geschafft hatte, war/ist sehr fit!

Am Ende dieses ereignisreichen Musikprojektes haben die Kinder einige Ergebnisse auf unserem Sommerfest den Eltern präsentiert. Diese waren begeistert und manche trauten sich sogar mit zu trommeln. Das machte allen Spaß!

Natürlich ist das nicht das Ende der Geschicht’. Wir werden auch weiter mit den Kindern Trommelspaß haben. Die Vorschulkinder in der Musikschule und alle Froschkinder einmal im Monat. Die Vorschulkinder bringen den anderen Froschkindern neue Rhythmen bei. Natürlich wiederholen wir die Lieblingslieder wieder.

Musik- Projekt- Leiterin
Tatjana Aul

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Experimente mit Wasser (04.04.2011-15.04.2011)

Mitwirkende: VSK (Vorschulkinder) Albina, Annika, Eileen, Emilia, Fabian, Helene, Marian, Mia und Vincenzo

Assistent: Lars

Projektleiter: Beate

1. Tag - Aggregatzustände des Wassers

Die VSK finden schnell heraus, dass Wasser in flüssigem, festem und gasförmigem Zustand vorkommt.
Wir füllen Wasser in Eiswürfelformen und stellen diese in die Gefriertruhe (für Morgen). Außerdem wird die gefüllte Form gewogen. 238 g notieren die Kinder..
Wir bringen Wasser in einem Topf auf dem Herd zum Kochen und beobachten den Wasserdampf der aufsteigt. Wir fangen den Dampf mit Gläsern und Topfdeckel ein und sehen, dass er sich beim Abkühlen wieder in Wasser verwandelt. Irgendwann ist der Topf leer und die Kinder erkennen, dass das ganze Wasser verdampft ist. Die VSK sind durchaus in der Lage, diesen Vorgang auf die Natur zu übertragen und berichten von aufsteigenden Nebelwolken über Wäldern oder dampfende Straßen im Sommer nach einem Regenguss. Auch das Wolken am Himmel aus gasförmigem Wasser entstehen und als Regentropfen wieder flüssig werden, ist ihnen völlig klar.
Dann setzen wir noch einmal Wasser zum Kochen auf und jedes Kind darf sich einen Tee aufbrühen. Vom Experimentieren bereits geprägt, wird genau beobachtet und gerochen, wie das Wasser die Farb- und Aromastoffe der Teeblätter löst.

2. Tag - Eisberge im Glas

Das Wasser in den Eiswürfelbehältern ist tatsächlich hart und zu Eiswürfeln geworden! Die Kinder sind begeistert, manche haben ja doch gezweifelt. Der gefüllte, gefrorene Eiswürfelbehälter wird gewogen und siehe da, immer noch 238 g. Die Eiswürfel werden durch eine Lupe betrachtet und einige Kinder entdecken kleine weiße Bläschen darin, vielleicht Luft ? mutmaßen manche.
Jedes VSK bekommt ein Glas und darf es bis zum Rand mit Wasser füllen. Jetzt noch in jedes Glas ein Eiswürfel - er schwimmt - und verdrängt soviel Wasser, dass es über den Rand läuft. Von der Seite sehen die Kinder, dass der größte Teil des Eises unter Wasser ist und nur ein kleiner Teil über der Wasseroberfläche. Eben wie bei einem richtigen Eisberg.
Natürlich kann man Eiswürfel auch in den Mund nehmen und lutschen, da schmelzen sie erstaunlich schnell. Man kann Eiswürfel auch in den Spülstein legen und Wasser drüber laufen lassen oder in der Hand halten, ist ganz schön kalt, schmilzt aber auch gut. Denn Kindern fällt so Einiges ein. Ein paar Eiswürfel fallen auf die Erde, etwas Wasser schwappt auch über, mit anderen Worten; der Waschraum muss anschließend gewischt werden. Mit Wasser bekommt man so Einiges sauber stellen die Kinder fest.

3. Tag - Was schwimmt, was sinkt?

Den ganzen Morgen haben die Kinder Dinge im Gruppenraum zusammen gesucht : Holzperlen, Eisstöckchen, Schere, Murmeln, Radiergummi, Walnussschale usw. Einige haben sogar etwas von Zuhause mitgebracht z. B. Zahnpastatube, Heizungsschlüssel, Korken, Wurzel, Flummi.
Weiteres Material : Orange mit und ohne Schale, Knetestücke von je 38 g, Alufolienstücke je 12 x 15 cm, verschiedene Holzstücke, kleiner Ball, Hammer mit Holzstiel.
Zuerst werden alle Dinge gewogen und notiert. Bei Gewichten zwischen 6 g und 388 g sind die meisten Kinder der Meinung, das Schwere sinkt, das Leichte schwimmt. Drei haben allerdings Zweifel und meinen, dass Holz auf jeden Fall schwimmen würde.
Als dann der 6 g leichte Schlüssel und das 12 g leichte Radiergummi im Wasser versinken, das 388 g schwere Holz aber schwimmt, sind die meisten Kinder überrascht. Jetzt wird im Vorfeld spekuliert, welche Dinge nun untergehen oder schwimmen werden. Schnell ist den VSK klar, das Metall (wie leicht es auf unserer Waage auch ist), Gummi und Steine sinken, Holz*, Korken, Plastik schwimmen. Die Kinder experimentieren noch mit vielen Sachen, die sie im Waschraum finden, wie Gummistöpseln, Zahnbürsten, Klopapierrollen, Muscheln. Dann wird alles aus dem Wasser gefischt und eine Orange mit und ohne Schale hineingeworfen. Die Meinungen über die Schwimmfähigkeiten sind im Vorfeld unterschiedlich. Eigentlich scheitert das Experiment, da beides schwimmt (in der Literatur und bei den Vorversuchen schwamm nur die Orange mit Schale) na ja.
Nun bekommt jedes Kind ein Stück Knete von je 38 g (nachgewogen). Die Hälfte der Kinder soll daraus eine Kugel formen, die andere Hälfte ein Boot. Und siehe da, obwohl gleich schwer, schwimmen nur die Boote, die Kugeln gehen einfach unter. Schnell werden Vermutungen laut, dass es an der Luft im Boot liegen müsse (und an der größeren Wasserverdrängung).
Jetzt werden gleich große Stücke Alufolie verteilt (deren Gewicht so gering ist, dass es auf unserer Waage nicht angezeigt wird). Zwei Kinder arbeiten zusammen und eines faltet ein Schiff aus der Folie, das Andere eine Kugel. Zusätzlich wird die Kugel noch mit einem Hammer bearbeitet, bis sie ganz kompakt ist. Diesmal der gleiche Effekt wie zuvor, die Schiffe schwimmen und die Kugeln sinken, obwohl sie alle gleich schwer bzw. groß sind.
In den Kugeln ist halt keine Luft mehr, dass ist den Kindern von vornherein klar gewesen. Es wird auch getestet, wie viele Alufolienkugeln ein Alufolienschiff denn tragen kann - 6, dann sinkt es.
Ein Kind hat die Idee, doch mal zu testen, ob der Hammer schwimmen könne. Es vermutet, die Seite mit dem Holzstiel würde oben schwimmen und die Eisenseite unter gehen. Und genauso ist es dann auch!
Die Ideen nehmen jetzt kein Ende mehr. Waschlappen werden getestet und Klopapier. „Die schwimmen bestimmt zuerst und gehen dann unter“ - „ Aha, wohl vollgesaugt und dann zu schwer und keine Luftblasen mehr drin“. Genau!
Außerdem werden alle erdenklichen Arten von Booten und Flössen gebaut und mit „Waren“ beladen. Höhepunkt ist, wenn sie endlich untergegangen sind.
Das anschließende Trockenlegen des Waschraums nimmt wieder einige Zeit in Anspruch.
* Eisenholz schwimmt nicht (konnten wir nicht auftreiben)

4.Tag - Oberflächenspannung

Für jedes Kind steht ein Glas bereit, welches bis zum Rand mit Wasser gefüllt ist. Bei genauem Betrachten mit der Lupe entdecken einige Kinder, dass das Wasser etwas höher als der Rand steht. Warum läuft es denn nicht über? Sieht ja aus, als ob da eine Folie drüber wäre!
Hat Wasser etwa eine Haut?
Ja, Wasser hat eine Haut und die nennt man Oberflächenspannung.
Wie viel kann die Oberflächenspannung den aushalten? Trägt sie etwas?
Wir probieren es mit Büroklammern. Die sind aus Metall und müssten eigentlich untergehen, wie wir bei unserem vorherigen Experiment festgestellt haben. Aber siehe da, wenn man es schafft, sie ganz gerade auf die Wasseroberfläche zu legen, werden sie von der Oberflächenspannung getragen. Durch die Lupe ist deutlich die Beule zu sehen, die die Büroklammer in die Oberflächenspannung drückt. Das Gleiche testen wir mit Nähnadeln. Auch die können dank der Oberflächenspannung auf dem Wasser schwimmen. Natürlich gelingt nicht jeder Versuch, da es sehr schwierig ist, Nadeln oder Büroklammern wirklich gerade aufzulegen. Aber schließlich hat jedes Kind etwas auf der Wasseroberfläche schwimmen. Nun kommt das Spülmittel ins Spiel! In jedes Glas ein Tropfen (manchmal auch zwei oder drei) Spülmittel und alle Nadeln und Büroklammern versinken. Schade, die Oberflächenspannung wird von dem Spülmittel zerstört.
Die Kinder wollen unbedingt noch mehr testen. Die Gläser werden gereinigt und wieder mit Wasser gefüllt. Einer hat die Idee es doch mal mit Haaren zu versuchen und so zupfen sich alle Kinder ein paar Haare aus. Auch die schwimmen gut an der Wasseroberfläche und versinken sofort, nachdem Spülmittel zugegeben wurde. Hatten die Kinder ja schon vorher vermutet! Also nichts Neues.
Auf Fragen wo die Zerstörung der Oberflächenspannung den im täglichen Leben von Bedeutung sei, kommen die Kinder nach einigen Überlegungen aufs Spülen, Dreck entfernen und Waschen.
Zum Schluss schauen wir uns noch Wassertropfen aus dem Wasserhahn an, die deutlich von der Oberflächenspannung als Kugeln zusammen gehalten werden.
Anschließend wischen - na klar!

5. Tag - Kapillarität

Das es in Papier oder auch Blumen Kapillare oder „Röhrchen“ gibt, durch welche Wasser und Nährstoffe transportiert werden, wussten die Kinder noch von früheren Experimenten. Trotzdem können sie sich am „Aufblühen“ einer gefalteten Papierseerose nicht satt sehen und wiederholen diesen Versuch mehrere Male mit immer neuen Seerosen. Sie finden es auch einleuchtend, das die Kapillare, wenn sie denn voll Wasser sind, bzw. aufquellen, gerade werden wollen und so jeden Knick wieder aufrichten.
Das gleiche Prinzip findet sich auch beim Streichholzstern wieder. Jedes Kind hat 4 in der Mitte geknickte Streichhölzer auf seinem Teller, die als Kreuz zusammengelegt sind. Jetzt bekommt jedes Kind etwas Wasser auf seinen Teller - und muss warten. Dann die ersten Aufschreie - das Kreuz wird zu einem Stern - weil sich die Knicke der Streichhölzer etwas strecken und so eine andere Form bilden.
Die „Wasserbrücke“ ist ein weiterer anschaulicher Versuch, die Wirkungsweise der Kapillarröhrchen zu demonstrieren.
„Wasser geht freiwillig von einem vollen Glas in ein leeres, ohne das man gießen oder mit einem Löffel nachhelfen muss“. Echt?, ja wie denn?.
Wasser in einem Glas wird zur besseren Sichtbarkeit mit roter Tinte eingefärbt. Ein zweites leeres Glas stellen wir daneben. Nun drehen wir ein Blatt Küchenrolle zu einer Wurst und hängen es in beide Gläser gleich tief hinein. Deutlich ist zu sehen, wie sich das Papier mit dem roten Wasser voll saugt. Langsam steigt es immer weiter und kommt am anderen Ende Küchenrollenwurst an. Das vormals leere Glas füllt sich ganz allmählich mit rotem Wasser und das vorher volle wird immer leerer. Das geht so lange, bis in beiden Gläsern gleich viel Wasser ist.
Zum Schluss noch der Versuch mit den weißen Blumen (da in ganz Haspe keine weißen Tulpen aufzutreiben waren, gibt es weiße Rosen). Wasser in 5 Gläsern wird mit verschiedenen Ostereierfarben vermischt. Je 2 Kinder dürfen ihre Rosen in ein Glas stellen. Nichts passiert, da müssen wir wohl bis Morgen warten. Vermutungen werden aber schon in die richtige Richtung angestellt, von wegen Kapillare und Farbe usw........

6. Tag - Die Farbe Schwarz, Farbenrennen und Zuckersonne

Bevor wir neue Versuche starten, sehen wir erst mal nach unseren weißen Rosen in den Gläsern mit Ostereierfarbe. Und es ist tatsächlich etwas passiert. Alle Rosen haben zumindest den Hauch einer Farbe angenommen. Das gefärbte Wasser ist also tatsächlich durch die Kapillarröhrchen bis in die Blütenblätter gestiegen! Besonders gut zu sehen bei der nun blauen Rose.

Für jedes Kind liegen runde weiße Filterpapiere mit einem Loch in der Mitte bereit, außerdem Gläser mit Wasser. Mit schwarzen Filzstiften malen die Kinder je einen Ring um das Loch. Ein Rundfilter wird eng aufgerollt und als Docht durch das Loch gesteckt. Das Ganze wird auf ein Wasserglas gesetzt, der Docht muss dabei gut im Wasser sitzen. Das Wasser steigt durch den Docht nach oben und bildet auf dem Filterpapier einen feuchten Fleck, der sich rasch ausbreitet und bald den Ring aus schwarzer Farbe erreicht. Diese löst sich in dem Wasser auf und läuft mit. Sie verändert sich aber dabei: Es erscheinen Farben. Je länger man wartet, desto deutlicher werden mehrere ringförmige Zonen verschiedener Farben sichtbar (häufig 3 Farben). Übrigens jeweils andere Farben bei verschiedenen Filzstiftherstellern.
Mit lautem ah und oh wird das Geschehen verfolgt. Die Kinder wissen noch, das Schwarz ein Gemisch aus mehreren Farben ist und sich mit Hilfe des Wassers trennen lässt. Manche Farben bestehen aus kleinern „Teilchen“ und können in den Kapillarröhrchen schneller und weiter transportiert werden, als andere Farben aus größeren „Teilchen“, die unterwegs hängen bleiben.
Der nächste Versuch hat fast den gleichen Aufbau, nur müssen die Kinder diesmal mit bunten Filzstiften Punkte um das Loch im Rundfilter malen. Das Wasser steigt wieder durch den Docht nach oben und erreicht die Farbpunkte. Die Farben lösen sich und laufen unterschiedlich schnell zum Rand. Aufgeregt wird gemutmaßt welche Farbe wohl gewinnt. Gelb und Grün sind die Sieger!
Nun zur Zuckersonne. Ein flacher Teller wird mit etwas Wasser gefüllt. Ein Zuckerwürfel kommt in den Mund (er löst sich mit Spucke auf), ein Zuckerwürfel wird mit Lebensmittelfarbe (jeder die Farbe, die er möchte) beträufelt und in die Mitte des Tellers gesetzt. Der Zuckerwürfel löst sich langsam auf und die Farbe breitet sich strahlenförmig nach allen Seiten aus. Die schönen Farbsonnen entstehen, weil sich Zucker und Farbstoff gleichzeitig auflösen. Der aufgelöste Zucker verteilt sich unsichtbar auf dem Teller und nimmt dabei den Farbstoff mit.
Weil es so viel Spaß macht, möchten die Kinder noch einen weiteren Zuckerwürfel mit einer anderen Farbe auf den Teller setzen. Dabei bilden sich schöne Muster und Farbschattierungen. Man kann auch alles umrühren und hat dann plötzlich Mischfarben. Und probieren kann man das Ganze auch noch, schmeckt aber nicht so toll - igitt, viel zu süß. Der ein oder andere Zuckerwürfel landet aber trotzdem im Mund. Ein ganz Schlauer weist noch darauf hin, dass man nun die ähne putzen müsse, wegen Karies und so....

7. Tag - Geheimtinten

Unsichtbare Nachrichten sollen mit Wärme sichtbar gemacht werden. Neugierig betrachten die Kinder die Schüsselchen mit Zitronensaft, Apfelsaft und Milch. Außerdem wird in ein Schüsselchen mit Wasser viel Salz geschüttet und in ein anderes Zucker. Dann wird kräftig umgerührt, bis sich alles aufgelöst hat. Jetzt kann man weder das Salz, noch den Zucker sehen, aber es ist trotzdem noch da.
Zum Beispiel kann man es noch an seinem Geschmack erkennen. Das wird von den Kinder auch ausgiebig probiert. Wir lernen, dass so eine klare flüssige Mischung Lösung heißt.
Auf weiße Blätter malen die Kinder jetzt mit Hilfe von Wattestäbchen, die entweder in Zitronensaft, Apfelsaft oder Milch getaucht werden, Muster und Zeichen. Es ist nicht viel zu sehen. Anschließend werden die bemalten Blätter heiß gebügelt. Leider ist der Erfolg nicht besonders, lediglich bei den, mit Apfel- und Zitronensaft bemalten Blättern ist ein Hauch von gelbbraunen Linien zu sehen. Der Zucker im Apfelsaft ist beim Erhitzen nicht wirklich „karamellisiert“ (unser Apfelsaft zu zuckerfrei?), die Säure im Zitronensaft hat nicht wirklich das Papier angegriffen und die Milch hat nur das Bügeleisen verschmutzt! Aber 2 Geheimtinten haben wir ja noch, nämlich Zucker- und Salzwasser. Dieses Mal wird mit Wattestäbchen auf schwarzes Papier gemalt und mit dem Föhn getrocknet. Und siehe da, diesmal klappt es gut. Bei den mit Salzwasser hergestellten Geheimschriften erscheint das Bild weiß auf schwarzer Pappe. Die warme Luft des Föhns hat das Wasser getrocknet. Das Salz kann nicht wegtrocknen, es ist ein Feststoff und bleibt auf der Pappe zurück. Wenn man mit dem Finger darüber fährt, kann man die winzigen Salzkristalle fühlen.
Die mit Zuckerwasser hergestellten Muster glänzen nach dem Föhnen und fühlen sich etwas klebrig an. Hier ist der Zucker von der Hitze karamellisiert.
Der Favorit für Geheimtinten steht fest - es ist die Salzlösung!

8. Tag - Wasser + Öl

Öl und Wasser sind keine guten Freunde. In einem Schraubglas zusammengebracht, haben sie das Bestreben, sich immer wieder voneinander zu trennen.
Jedes Kind steht vor seinem Schraubglas und probiert, ob sich das Glas gut mit dem Deckel verschließen lässt. Zur besseren Erkennung färben wir Wasser in einem Behälter mit Tinte grün, Öl in einem anderen Behälter mit Sudanrot (Pulver aus der Apotheke) rot.
Wir füllen alle Gläser zur Hälfte mit dem roten Öl und zur anderen Hälfte mit dem grünen Wasser. Dann werden die Gläser verschlossen und ordentlich geschüttelt. Eine undefinierbare Farbe entsteht. Nun stellen die Kinder ihre Gläser auf den Tisch und warten gespannt. Langsam trennen sich Öl und Wasser, wobei das Öl immer oben schwimmen will. Manche stellen ihr Glas auf den Kopf oder legen es auf die Seite, aber egal was wir machen, die beiden Stoffe trennen sich immer wieder. Jetzt werden Überlegungen laut, dass das Öl vielleicht immer oben schwimmt, weil es gefärbt ist. Also wiederholen wir das Experiment mit ungefärbtem Öl und ungefärbtem Wasser. Aber dabei passiert das Gleiche: Öl und Wasser vertragen sich einfach nicht und trennen sich voneinander.
„Gut, dass wir das jetzt wissen!“

9. Tag - Nichts gibt es nicht !

Der letzte Tag unseres Projektes ist da und alle Kinder sind noch immer motiviert und interessiert.
Wenn der Sprudel alle ist, sagt man so leicht: „Das Glas oder die Flasche ist leer.“ Richtig daran ist, dass dann kein Sprudel mehr drin ist. Aber so richtig leer....? Es werden schon Vermutungen laut, dass wahrscheinlich Luft drin ist. Wir wollen das überprüfen. Eine große Schüssel wird mit Wasser gefüllt. Ein Glas wird nun mit der Öffnung nach oben unter Wasser gehalten, so dass es volläuft und dreht es dann mit der Öffnung nach unten. Das zweite Glas wird gleich mit der Öffnung nach unten senkrecht unter Wasser getaucht. Es ist voller Luft und daher kann kein Wasser eindringen. Nun hält man das Glas mit Luft schräg unter das Glas mit Wasser und lässt die Luft in das Glas mit Wasser blubbern. Das Wasser verschwindet daraus und es ist voll - mit Luft! Statt dessen befindet sich jetzt das Wasser in dem Glas, das vorher mit Luft gefüllt war. Luft kann man zwar nicht sehen, aber sie ist dennoch ein „Etwas“, nämlich ein Gas. Unter Wasser frei gelassen, steigt sie nach oben. Jeder möchte das mal ausprobieren. Bei manchen Kindern schießen die luftgefüllten Gläser richtig in die Höhe.
Als Nächstes wird jetzt ein Trichter auf eine „leere“ Flasche gesetzt und mit Knete abgedichtet. Obwohl die Flasche „leer“ ist, strömt oben reingegossenes Wasser nicht ungehindert hinein. Vielmehr fließt es schluckweise in die Flasche. Zwischendurch blubbert es im Trichter, weil erst Luftblasen hochkommen, bevor wieder Wasser in die Flasche läuft. Die leere Flasche ist alles andere als „leer“! Sie ist voller Luft, und die braucht Platz. Wenn die Flasche mit Wasser gefüllt werden soll, muss diese Luft erst entweichen, Luft und Wasser tauschen also ihre Plätze. Dieses Experiment wird noch gerne länger ausprobiert. Und wenn man die Knete abmacht, kann die Luft sogar an der Seite entweichen und das Wasser läuft viel schneller in die Flasche.

Die Projektleiterin
Beate

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Brandschutzerziehung Februar/März 2010

Fünf Augenpaare schauen mich erwartungsvoll an. Es ist Dienstag der 16.02.2010 und somit der Tag, an dem die berühmt, berüchtigte Brandschutzerziehung für die Vorschulkinder beginnen soll. Wir ziehen uns an einen ruhigen Ort zurück und machen es uns bequem.
Woher kommt das Feuer ?“- „ Aus Feuerzeugen, von Streichhölzern, von Vulkanen, durch Meteoriten, durch Blitze, von der Sonne “- die Kinder haben wirklich vielfältige Ideen. Schnell steht fest, dass Feuer gut und nützlich, aber auch böse sein kann. Feuer wärmt, es macht Licht und man kann damit kochen,. Feuer ist aber auch gefährlich und zerstörerisch. Den Kindern fällt viel ein und motiviert erzählen sie über eigene Erfahrungen, wie verbrannte Finger, angekokeltes Papier und schwarze Grillwürstchen.

Wie handeln wir richtig, wenn es brennt ?“ Alle Kinder wissen, dass man die Feuerwehr alarmieren muss und die meisten kennen auch die Nummer 112. Neu für die Kinder ist, dass bei einem Brand der Rauch gefährlicher als das Feuer ist und dass schon wenige Atemzüge ausreichen um ein Kind zu töten.
Anhand von Arbeitsblättern der Feuerwehr, Rollenspielen, Sachbüchern und Gesprächen lernen die Kinder folgende Verhaltensweisen, „ weg vom Feuer, Zimmer verlassen, Tür schließen, raus aus der Wohnung, andere Menschen um Hilfe bitten, evtl. selber die Feuerwehr anrufen“.
Oder wenn man nicht mehr aus der Wohnung kommt (weil es z.B. im Treppenhaus brennt),“weg vom Feuer, Zimmer verlassen, Türen schließen und unten gegen Qualm abdichten, Feuerwehr 112 wählen, Name und Adresse nennen und was passiert ist, dann Fenster öffnen und sich durch Rufe bemerkbar machen (damit die Feuerwehr weiß, aus welchem Fenster man gerettet werden muss)“.

Mit dem Telefon die Feuerwehr alarmieren“ muss geübt werden. Dafür hat die Feuerwehr einen wunderbaren Telefonkoffer, den wir uns ausgeliehen haben. Ein Telefon steht für die „Feuerwache“ und zwei weitere unterschiedliche Telefonmodelle stehen an den „Einsatzorten“. Unser Abstellraum (oben) war nun die „Feuerwache“ und der Turnraum und das Treppenhaus die“ Einsatzorte“. Wählen nun die Kinder an den „Einsatzorten“ den richtigen Feuerwehrnotruf 112, klingelt es in der „Feuerwache“ und die „Feuerwehr“ (in dem Fall ich) meldet sich. Die anrufenden Kinder werden nach Namen und kompletter Adresse gefragt und müssen Auskunft geben, was passiert ist und wo genau sie sich selbst befinden. Dann werden ihnen Anweisungen gegeben, was sie zu tun haben (z.B. Fenster öffnen und sich bemerkbar machen) und dieses müssen sie dann auch wirklich ausführen! Die „Feuerwache“ kann auch die Kinder an den „Einsatzorten“ zurückrufen und weitere „Auskünfte“ erfragen.
Jedes Kind möchte auch mal die Feuerwehr sein und die Anderen befragen und Verhaltensweisen anordnen. So findet ein reger Austausch zwischen den Kindern statt und der Erwachsene kann sich zurückhalten.
Als wir unsere Aktion im Turnraum beenden müssen, da er in der Mittagszeit als Schlafraum umgerüstet wird, wird der Telefonkoffer kurzerhand mitgenommen und unten installiert.
Die Kinder organisieren selbständig, wo die „Feuerwehrzentrale“ und die“ Einsatzorte“ sind. Sie beschäftigen sich den ganzen Nachmittag damit, führen dramatische Telefonate über gefährliche Unfälle und erhalten von der „Feuerwehr“ Anweisungen, was zu tun ist. Schließlich wird sogar eigenständig übers Feuerwehrtelefon zum Nachmittagsimbiss in die Küche gerufen!

Richtiger Umgang mit Streichhölzern“ muss vermittelt werden, damit die Kinder auf heimliches Kokeln verzichten. Oberstes Gebot, es muss immer ein Erwachsener dabei sein! Ohne einen Erwachsenen kann ich nicht gefahrlos Feuer machen.
Als erstes werden den Kindern einige Streichhölzer, teils beschädigt, teils funktionsfähig, vorgelegt. Die Kinder sollen nun die Streichhölzer aussortieren, die ihrer Meinung nach gefahrlos gezündet werden können. Dieses wird noch dadurch vertieft, dass die Kinder alle nicht funktionsfähigen Streichhölzer auf dem Arbeitsblatt durchstreichen. Wir sprechen über die Gefahren, die beim Benutzen eines beschädigten Streichholzes entstehen können. Den Kindern ist sofort klar, dass man sich die Finger verbrennen kann, wenn das Streichholz zu kurz ist oder dass ein angebrochenes Streichholz auf den Teppich fallen kann und dann einen Brand auslöst.
Nun müssen Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden.
Die Stofftischdecke kommt vom Tisch, die Zeitungen müssen entfernt werden, feuerfeste Unterlagen (Bachblech oder Metallteller) werden vor jedes Kind gestellt und ein Eimer mit Wasser steht auch bereit. Jedes Kind erhält Teelichter und eine Streichholzschachtel. Jetzt wird geprüft, ob der Docht des Teelichtes lang genug ist und ob er gerade steht. Mit jedem Kind wird einzeln geübt: Streichholz entnehmen, Streichholz auf Beschädigungen überprüfen. Streichholz in der Mitte anfassen, Streichholzschachtel wieder schließen (wichtig) und das Streichholz vom Körper weg über die Reibfläche anstreichen. Brennt das Streichholz, mit den Fingern ans Ende des Hölzchens wandern. Nun das Streichholz waagerecht halten und die Kerze anzünden. Streichholz auspusten und in den Aschenbecher legen. Das ist für die Kinder sehr aufregend und einige haben auch Angst. Zuerst üben wir mit großen Streichhölzern und dann mit Kleinen. Auch das Auspusten muss gelernt werden, z.B. Haare nach hinten halten, damit sie nicht über die Flamme hängen und in Brand geraten oder auf lange Ärmel achten.
Zum Schluss darf jedes Kind eine Wunderkerze anzünden und den richtigen Umgang damit üben.

Was braucht Feuer zum leben ?“ Brennbares Material (Papier, Holz Stoff, Plastik) und Sauerstoff (Luft). Wir machen Experimente mit brennenden Teelichtern, denen wir Gläser überstülpen. Nach 3-4 Sekunden ist der Sauerstoff im Glas verbraucht und die Flamme erstickt (erlischt). Die Kinder sind sehr interessiert und sehr überrascht. Schnell kommen sie darauf, dass ein Feuer noch „besser“ brennen könnte, wenn man ein Fenster öffnen würde und dass man dieses auf keinen Fall tun solle.
Jedes Kind hat eine feuerfeste Unterlage und darf mit einem Streichholz ein Stück Papier anzünden. Am Ende bleibt nur noch Asche über. Den Kindern ist klar, dass Feuer Alles unwiderruflich zerstört.

Ein Besuch bei der Feuerwehr“ ist für die Kinder immer sehr aufregend. Einige konnten in der Nacht zuvor gar nicht schlafen. Wir fahren mit dem öffentlichen Bus bis zur Feuerwache Hagen-Mitte. Schon von weiten können wir den hohen Feuerwehrturm mit der 112 darauf sehen. Die Kinder wissen auch schon, dass darin die nassen Feuerwehrschläuche getrocknet werden. Herr Ortwein wartet auf uns und einen anderen Kindergarten am Eingang. Die Kinder werden sofort auf richtiges Verhalten in einer Feuerwache hingewiesen und dürfen nur rechts und hintereinander die Treppe zum Schulungsraum ersteigen. Links muss die Treppe immer frei sein, damit die Feuerwehrleute im Ernstfall nicht behindert werden! Im Schulungsraum stellt sich Herr Ortwein als Feuerwehrmann vor, der schon seit über 40 Jahren im Dienst ist, und der es sich zur Lebensaufgabe gemacht hat, Kindern den richtigen Umgang mit Feuer beizubringen, um schlimme Unfälle zu vermeiden.
Als erstes fragt Herr Ortwein die Kinder nach Name und Adresse, was unsere Kinder auch alle richtig sagen können und klärt auf, wie wichtig es ist, dieses zu wissen, wenn man mit der Feuerwehr telefoniert. Dann wird geübt, wie ein brennender Raum vorschriftsmäßig verlassen wird (weg vom Feuer, Tür schließen und um Hilfe rufen). Anschließend sehen wir uns einen Film an, in dem die Kinder und Erwachsenen alles falsch machen, was man im Brandfall nur falsch machen kann. Die Kinder müssen Herrn Ortwein alle Fehler nennen und bessere Verhaltensweisen vorschlagen. Dann kommt Herr Ortwein auf die Gefahren des Rauchgases (Qualm) zu sprechen und wie wichtig Rauchmelder im Haus sind. An einem wunderschönen, eingerichteten Puppenhaus mit Glaswand demonstriert er mit Disconebel, wie Qualm das Treppenhaus hochsteigt, durch offene Türen in die Zimmer dringt und letztendlich einen Feuermelder im Puppenhaus auslöst.
Nun steuern wir dem Höhepunkt zu: alle Kinder sollen aus einem Fenster in der ersten Etage mit der Drehleiter des großen Feuerwehrautos „gerettet“ werden. Mit Helm und Sicherungsgeschirr ausgestattet warten sie atemlos bis die Drehleiter mit dem Rettungskorb vor unserem Fenster auftaucht. Die Mutigen wollen sofort einsteigen und die Ängstlichen halten sich zurück und schauen erst mal aus sicherer Entfernung zu. Der Feuerwehrmann im Zimmer hilft den Kindern auf die Fensterbank zu klettern und der Feuerwehrmann im Korb harkt das Sicherungsgeschirr bei sich ein und zieht die Kinder in den Korb. Mit drei Kindern an Bord wird die Leiter eingefahren und die Kinder können bequem auf dem Hof aussteigen. Um alle Kinder zu „retten“ muss die Leiter noch einige Male aus- und eingefahren werden. Letztendlich trauen sich Alle mitzumachen und sind begeistert. Herr Ortwein meint, wenn man nur ein ängstliches Kind dazu gebracht hat, aus dem Fenster in den Korb zu klettern und den Feuerwehrmännern zu vertrauen, hätte sich der ganze Aufwand gelohnt!
Jetzt dürfen wir noch in die große Halle und Feuerwehrautos besichtigen. Sofort fällt den Kindern die blankgescheuerte Rutschstange auf, die von der oberen Etage direkt in die Garage führt. Vor den Garderoben, die mit den Namen der Feuerwehrmänner versehen sind, stehen überall Stiefel, in denen schon die aufgekrempelte Feuerwehrhose steckt. Die Kinder finden es sehr lustig, dass die Feuerwehrmänner nur noch hinein springen müssen, hochziehen und schon fertig angezogen sind. Wissbegierig fragen sie auch nach, warum jedes Auto an einen Stecker angeschlossen ist. Herr Ortwein erklärt, dass viele Geräte an Bord wie z.B. Pumpen oder Spreizzangen elektrisch funktionieren und deshalb immer aufgeladen sein müssen. Fährt ein Feuerwehrauto aus der Garage, löst sich der Stecker sofort automatisch vom Fahrzeug. Das war früher nicht so. Es kam damals öfter vor, dass die ausfahrenden Autos Alles mitgerissen haben. Das finden die Kinder äußerst spaßig, zumal Herr Ortwein sehr anschaulich die Schäden beschreiben kann. Ausgiebig werden nun Türen, Schubladen und Kästen am Feuerwehrauto geöffnet und unter die Lupe genommen. Herr Ortwein bleibt den Kindern wirklich keine Antwort schuldig. Dann verspricht er den Kindern noch ein besonderes Highlight auf dem Hof. Dort öffnen Feuerwehrmänner einen (ovalen) Hydranten auf dem Boden, schließen einen Schlauch an, den sie mit einem Feuerwehrauto verbinden und spritzen mit dem großen Wasserwerfer auf dem Dach des Wagens, alle parkenden Autos auf dem Hof nass. Zum Gaudi der Kinder treffen sie auch noch einen im Nachbargarten arbeitenden Mann, der sich empört schüttelt.
Leider geht mit dieser Aktion unserer Besuch bei der Feuerwehr zu Ende und wir verabschieden uns von Herrn Ortwein. Für einige Kinder steht der Berufswunsch jetzt fest: Feuerwehrmann/frau!

Besuch im Floriansdorf
Alle Kinder, samt Kindersitzen, sind um 7.30 Uhr im Kinderhaus. Die Aufregung ist groß, gleich geht es mit dem Taxi nach Iserlohn ins Floriansdorf. Bereits Tage vorher wurde gezählt, wie oft man bis zu diesem Termin noch schlafen müsse. Schon die Fahrt ist für die Kinder spannend und sie sind sehr laut und aufgedreht. Kaum in Iserlohn Zentrum von der Autobahn abgefahren, erkennen die Kinder schon den Feuerwehrturm mit der 112 und die große Iserlohner Feuerwache. Dann taucht das eigene Ortsschild „Floriansdorf“ auf und wir sind endlich angekommen. Erwartungsvoll stürmen die Kinder durch das Tor zum Dorf und sind ganz überrascht, dass schon eine andere Kindergartengruppe da ist, mit der wir zusammen den Vormittag verbringen werden. Ein junger Feuerwehrmann holt uns von der Anmeldung ab und geht mit uns durch das Dorf bis zur „Schule“. Hier müssen die Kinder auf Schulbänken platz nehmen und der Feuerwehrmann stellt sich vor. Hauptberuflich arbeitet er nebenan in der Feuerwache. Abwechselnd mit seinen Kollegen (und zu seinem Vergnügen, wie er sagt) führt er die Schulungen im Floriansdorf durch. Er verschafft sich einen Überblick, wie groß das Wissen der Kinder ist und dann geht es ab zum „Museum“. Hier müssen wir in eine dunklen Höhle kriechen, in der ein (künstliches) Lagerfeuer knistert und brennt. Wir hören die Geschichte von den Zwergen, die das Feuer von einer Fee geschenkt bekommen und erst lernen müssen damit richtig umzugehen. Sie verbrennen sich die Bärte, Zipfelmützen und Finger, finden aber mit der Zeit heraus, wie sie das Feuer sinnvoll und gefahrlos nutzen können. Nach dieser Aktion ist eine Runde laufen angesagt und wir treffen uns mit dem Feuerwehrmann in der „Feuerwache“. Er zeigt uns einen Film über Kinder, die im Brandfall Alles richtig machen. Anschließend bestaunen wir eine ca. 2 x 3 m große, aufklappbare Magnetwand, auf der in Originalgröße ein Kinderzimmer zu sehen ist. Der Feuerwehrmann fordert die Kinder auf, Dinge zu finden, die in einem Kinderzimmer nichts zu suchen haben. Regel dabei ist, erst melden, dann sprechen! Das fällt vielen Kindern schwer und es entsteht lautes Gebrüll, weil jeder etwas „Gefährliches“ entdeckt hat und es auch mitteilen will. Der Feuerwehrmann setzt sich aber durch und nur Kinder die aufzeigen, dürfen auch nach vorne kommen. So werden (magnetische) brennende Kerzen (die auch noch an einer Gardine stehen), Feuerzeuge und Streichholzschachteln, Heizlüfter vor umgekipptem Papierkorb, Lampen mit defekten Kabeln, Aschenbecher und Tücher über Leselampen von den Kindern entfernt. Sie sind sehr empört, so etwas überhaupt in einem Kinderzimmer anzutreffen! Das gibt es in ihren eigenen Zimmern nicht-ehrlich!
Dann wird die Magnetwand an anderer Stelle aufgeklappt und ein Flur mit Garderobe und beweglicher Tür erscheint. Im Zimmer hinter der Tür brennt es. Der Feuerwehrmann will von den Kindern wissen, was zu tun ist. Gelehrig, wie unsere Kinder sind, zeigen sie nun alle brav auf. Die Kinder, die nach vorne dürfen, schließen zuerst die Tür (richtig). Unterdessen hat der Feuerwehrmann (magnetischen) Rauch an die untere Ritze und das Schlüsselloch der Tür geklebt. Nun müssen die Kinder mit vorhandenen (magnetischen) Hilfsmitteln die Tür abdichten. Sie benutzen (magnetische) Schals und Tücher von der Garderobe und stecken sogar noch (magnetische) Socken ins Schlüsselloch. Jetzt ist alles dicht und die Kinder wissen, dass sie nun die Feuerwehr anrufen müssen. Der Feuerwehrmann klappt aus der Magnetwand ein ca. 1.60 m großes Handy heraus. Drücken die Kinder die richtigen Tasten, erscheint auf dem Display in roter Beleuchtung die 112 und bei der Feuerwehr klingelt es. Die Kinder müssen die 5 W´s kennen und richtig antworten.
Wer ruft an?
Was ist passiert?
Wo ist das?
Wie viele Personen sind in der Wohnung?
Warten auf weitere Anweisungen der Feuerwehr und nicht sofort auflegen.
Die Kinder sind von dem Riesenhandy begeistert und natürlich wollen alle mal drauf drücken. Das dauert ziemlich lange. Eine weitere Runde durchs Dorf laufen ist jetzt angesagt und danach treffen wir uns zur Frühstückspause wieder in der „Schule“.
Nachdem Alle gestärkt sind, ist der nächste Treffpunkt das „Rathaus“.. Hier können wir verbrannte Teddys, verschmorte Toaster und geschmolzenes Plastikspielzeug besichtigen. Die Kinder erfahren hautnah, was Feuer aus ihren Sachen machen kann und sind sehr betroffen.
Außerdem befindet sich hier noch eine Schaufensterpuppe, die mit Feuerwehrschutzkleidung und sämtlichem Zubehör ausgestattet ist. Die Kinder sind sehr wissbegierig und erfragen und erfühlen alles ganz genau. Der Feuerwehrmann bleibt ihnen auch keine Antwort schuldig. Zum Schluss wird das „Rathaus“ noch mit Disconebel verräuchert und Alle müssen Richtung Tür nach draußen kriechen. Danach ist wieder die obligatorische Laufrunde durchs Dorf an der Reihe und der nächste Treffpunkt ist die „Sparkasse“. Für die Kinder deutlich an dem Sparkassenzeichen zu erkennen. Die Kindergruppe wird nun geteilt. Eine Gruppe ist in der „Feuerwache“ und auf der Straße und die andere Gruppe geht mit einem Feuerwehrmann in ein Zimmer über der „Sparkasse“. Plötzlich tritt im Treppenhaus dicker Qualm (Disconebel) auf und ein Rückweg über die Treppe ist unmöglich. Die Kinder müssen oben die Tür schließen und von innen abdichten. Dann öffnen sie das Fenster und rufen um Hilfe, da sie kein Telefon haben. Die Kinder auf der Straße laufen zum nächsten Telefon und rufen die Feuerwehr an. Dabei müssen sie die 5 W´s benennen. Das Ganze wird nun sooft wiederholt, bis jeder bei jeder Gruppe mitgemacht hat. Danach sind die Kinder fix und fertig und wollen auch nicht mehr durchs Dorf laufen! Doch als ein kleiner Feuerwehrwagen vor dem Haus hält, um jeweils 3 Kindern zu einer Rundfahrt abzuholen, sind Alle wieder motiviert und können es kaum abwarten, bis sie an der Reihe sind. Als auch das jeder mitgemacht hat, gehen wir noch einmal zur „Schule“. Hier fragt der Feuerwehrmann noch einmal erlernte Verhaltensweisen ab und erteilt die „Hausaufgabe“ ein Bild davon zu malen, was den Kindern am Besten gefallen habe. Einstimmig kommt die Antwort, “Uns hat aber Alles am Besten gefallen“.
Die Rückfahrt mit dem Taxi verläuft sehr still und meine Fragen werden, wenn überhaupt, nur noch ganz matt beantwortet. Einigen fallen sogar kurzzeitig die Augen zu.
Zum Glück wurde im Kinderhaus das Essen für uns verwahrt, so das wir uns ordentlich stärken können. Damit kehren auch die Lebensgeister zurück und die Kinder erzählen ausgiebig und begeistert von ihren Erlebnissen im Floriansdorf.

Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, dieses Jahr mit den Kindern die Brandschutzerziehung machen zu dürfen. Sie waren so wissbegierig und interessiert Neues zu erfahren, dass es eine helle Freude war, es ihnen zu unterrichten. Ich wünsche den Kindern, dass sie Einiges von dem, was sie gelernt habt niemals anwenden müssen und das Andere nicht vergessen.

Die Brandschutzerzieherin
Beate Lunau

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